Pressemitteilung LENA

Wir machen Energiegewinner.

 

Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH

Olvenstedter Straße 4 I 39108 Magdeburg I www.lena.sachsen-anhalt.de

Pressekontakt: Marko Mühlstein I muehlstein(at)lena-lsa.de I Tel.: 0391-567-2031

 

Pressemitteilung

 

Ministerin Claudia Dalbert: „Gebäude sind wichtige Säule beim Klimaschutz“

Erfolgreiche Bilanz und Handlungsempfehlungen sind verwertbare Ergebnisse des 7. ENERGIEFORUMS Sachsen-Anhalt

Mit knapp 120 Teilnehmern, renommierten Referenten und vielen interessierten Besuchern ging das 7. ENERGIEFORUM der
Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) am Mittwochabend (9.  November 2016) in Halle/Saale erfolgreich zu Ende. Umwelt- und Energieministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert betonte in ihrem Grußwort die Notwendigkeit dieser Veranstaltungsreihe. Damit würden Multiplikatoren und Verbraucher direkt und umfassend informiert, äußerte sie. „Klimaschutz geht uns alle an. Hierbei ist der Einsatz erneuerbaren Energien genauso notwendig wie die Einsparung von Endenergie“, betonte die Ministerin.

Nach den Worten von Ministerin Dalbert werden 54 Prozent der Endenergie als Wärme genutzt. Auch vor diesem Hintergrund sei das Thema des jüngsten ENERGIEFORUMS „Wärmewende – einen schlafenden Riesen wecken“ besonders aktuell, erklärte LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein zur Eröffnung. Die jährliche Sanierungsrate im Gebäudebereich liege in Sachsen-Anhalt bei lediglich 0,8 Prozent*. Bundesweit seien knapp neun Millionen Wohngebäude unzureichend gedämmt.*

Wie können selbst genutzte Wohngebäude energetisch modernisiert werden, ohne dass die Kosten explodieren und gleichzeitig die Energieeinsparziele erreicht werden? – Diese und weitere Aspekte wurden am Mittwoch in der HÄNDEL HALLE vorgestellt und diskutiert.

 Vor allem der „Faktor Mensch“ und seine Motivation sollten bei Sanierungsvorhaben stärker berücksichtigt werden, forderte Tanja Loitz von der CO2online gGmbH. Deutschland müsse bei der Umsetzung der Klimaschutzziele auch Energieversorger verpflichten, entsprechende Effizienzlösungen für die Verbraucher anzubieten. „Dann würden mehr Akteure für einen lebendigeren Markt sorgen“, ist sie überzeugt.

 

Konrad Uebel vom Freiberg-Institut für vernetzte Energieautarkie vertrat die Auffassung, dass die Menschen Energie sparen wollen, ohne dabei auf Komfort zu verzichten. Sogenannte Plus-Energie-Häuser und energieautarke Gebäude würden das Wohnen der

 Zukunft bestimmen, meint er. Doch rechnet sich das alles? – Eberhard Hinz vom IWU Institut Wohnen und Umwelt GmbH sagt: Nicht um jeden Preis. Er warnte vor versteckten Kosten und riet dazu, alles in Ruhe berechnen zu lassen – von unabhängigen Beratern.

 „Energiesparen muss sexy werden“, meint Clemens Westermann von der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt. Das müsse sich ändern, unter anderem durch bessere politische Rahmenbedingungen. Energieberater sollten „Berater für Wohnkomfort“ heißen – war eine der Ideen, die während der Podiumsdiskussion entstanden. Auch ein Gütesiegel für energetisch sanierten Wohnraum könnte unter um Umständen für mehr Motivation sorgen“, findet Marko Mühlstein. Ähnlich wie die „grüne Hausnummer“ in Niedersachsen. Bei Expertenberatungen in der vielfältigen Ausstellung nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich zu informieren und ins Gespräch zu kommen.

 

Besonderer Dank gilt den Kooperationspartnern des ENERGIEFORUMS Sachsen-Anhalt, der Handwerkskammer Halle, der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V., der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt und dem Fachverband Sanitär Heizung Klima. Alle Kooperationspartner haben auch mit Infoständen den "Energiemarktplatz“ des Forums bereichert. Die Veranstaltung wurde klimaneutral gestellt durch die KlimaManufaktur GmbH.**

 Magdeburg, 10.11.2016

 Mehr Informationen: www.lena.sachsen-anhalt.de

 

Für Rückfragen rufen Sie gern an:

Dipl.-Ing. Ulrike Nestmann, Fachbereichsleiterin Verbraucher bei der LENA

Tel.: 0391 567 2041, E-Mail: Nestmann@lena-lsa.de

*Quelle: Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

***Klimaneutralität im Eventbereich bedeutet, dass alle Emissionen, die nicht im Vorhinein vermieden oder reduziert werden können, durch den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten für Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.