Benndorf

Das Benndorfer Wappen

Im quadrierten Schild oben rechts (1. Feld) in Gold (Gelb) gekreuzte schwarze Hammer und Schlägel, oben links (2. Feld) in Rot gekreuztes silbernes Hüttengezähe, unten rechts (3. Feld) in Silber (Weiß) zwei Reihen von je drei roten Rauten, unten links (4. Feld) in Blau ein Bündel goldene (gelbe) Getreideähren“.

Die Gemeinde Benndorf
Gemeindefläche: 577 ha
Einwohner: 2187 (30.6.2012 StaLa)

Benndorf, mit seinen 2500 Einwohnern, liegt an den Ausläufern des Südharzes, am Rande der „Mansfelder Mulde“. Die Hauptbahnverbindung des Ortes besteht mit der Bahnlinie Magdeburg - Erfurt vom Bahnhof „Klostermansfeld“ aus. Die Verbindungsstraße zwischen Helbra und Klostermansfeld führt durch den Ort und trennt ihn in den „alten“ Ortsteil (besiedelt bis etwa 1900) und den „neuen“ Ortsteil (ehemalige Bergarbeitersiedlung - besiedelt bis 1995).
1121 wird die Siedlung Benndorf urkundlich erstmals erwähnt. Es war ein reines Bauerndorf. Geprägt durch den Kupferschieferbergbau und die Landwirtschaft entwickelte sich die ehemals kleine Siedlung zu einem ansehnlichen Ort. Er hatte bereits am Ende des Hochmittelalters (12./13. JH.) zwei Güter. Während des 30-jährigen Krieges wurde die Siedlung Benndorf dem Erdboden gleichgemacht. Erst Jahre nach diesem Kriege siedelten sich wieder Menschen in der Umgebung der Güter an. Ausschlaggebend hierfür waren sicher das Vorkommen von Kupferschiefer und der fruchtbare Ackerboden in der Benndorfer Flur.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte Benndorf wieder 1700 Einwohner. Zu dieser Zeit gab es 131 Häuser einschließlich der Kirche, Schule, Gaststätten und ein Spritzenhaus.
Der Vorgängerbau der heutigen Kirche stand bereits an gleicher Stelle wie die heutige Kirche. Sie prägt das Ortsbild des „alten“ Ortsteiles.
Mit der Hochzeit des Mansfelder Kupferschieferbergbaus bis in das 20 Jh. hinein, hatte auch Benndorf den Höhepunkt seiner bisherigen Entwicklung. Die Verlagerung des Bergbaus in das „Sangerhäuser Revier“ ab 1964 und der Bedarf an Arbeitskräften im Bereich Hettstedt, führte zu einer Abwanderung von Einwohnern in diese Orte. Von ehemals 4886 Einwohner (1960), waren 1990 nur noch 2811 Einwohner registriert. Benndorf hatte vor 1990 den Charakter einer Industriearbeitergemeinde mit landwirtschaftlicher Komponente. Heute ist es ein Ort, in dem eine Vielzahl älterer Bürger wohnt. 67 kleinere Unternehmen von Handel und Gewerbe prägen heute die Entwicklung des Ortes. Besonders erwähnenswert für den Ort ist eine rege Vereinstätigkeit. Diese aktive Arbeit unterschiedlicher Vereine
trägt nicht unerheblich zur Attraktivität des Ortes bei. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Arbeiten des Heimatvereins ivm. der Restaurierung des „Fuhrmanschen Gutes“ sowie die Aktivitäten des Vereins der Bergwerksbahn.