Klostermansfeld

Das Klostermansfelder Wappen

„Ein gevierteltes Wappenschild, in zwei gegenüberliegenden Feldern, sechs rote Rauten auf silbernem Grund. Zwei schräggekreuzte goldene Berghämmer befinden sich im oberen linken Feld auf blauem Grund. Das vierte Feld unten rechts zeigt ein goldenes dreiblättriges Kleeblatt auf blauem Grund.“

Die Gemeinde Klostermansfeld
Gemeindefläche: 880 ha
Einwohner: 2552 (30.6.2012 StaLa)


Die Gemeinde Klostermansfeld ist eine der größten und ältesten Gemeinden im Mansfelder Land. Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Mannesfeld“ in einer Tauschurkunde Kaiser Ottos II., worin ein zwischen dem Erzbischof Adalbert von Magdeburg und dem Abt Werinher von Fulda abgeschlossenes Tauschgeschäft vom 22. Oktober 973 bestätigt wurde.
Im Ort selbst befanden sich ein Kloster und zwei große Rittergüter. Das um 1140 gegründete Kloster gehörte zum Benediktinerorden und schloss sich nach 19 Jahren dem Orden vom Tale Josephat an. Die erste Kiche des Ortes in „Closter Mansfeltt“ soll laut Spangenberg „St. Niclas“ geheißen haben". Um 1170 wirde diese Kirche der heiligen Maria geweiht.
Klostermansfeld war ursprünglich eine bäuerliche Rodesiedlung und entstand in unmittelbarer Nähe des Hausklosters der Grafen von Mansfeld. Mit der Entwicklung des Kupferschieferbergbaus in unserer Region, veränderte sich auch die Struktur der Gemeinde. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde in und um Klostermansfeld in zahlreichen Schächten Kupferschiefererz abgebaut. Mit dem Fortschreiten der technischen Entwicklung im Bergbau, wurden im Gemeindegebiet drei größere Schachtanlagen, von 1861 - 1902 die Schachtanlage „Lichtloch 81“, von 1873 - 1898 der „Theodor-Schacht“ und von 1890 - 1936 der „Zirkelschacht“ betrieben. Die durch diese Schächte entstandenen Abraumhalden prägen noch heute das Ortsbild. Im Laufe der Jahrhunderte und speziell in jüngster Zeit, hat sich Klostermansfeld zu einem hübschen Dorf mit städtischen Charakter entwickelt. Die „Straße der Romanik“ führt seit 1993 durch den Ort und weist auf die romanische Kirche „St. Marien“ hin. Diese wurde im Jahre 1970 umfangreich restauriert.
Klostermansfeld ist auch in touristischer Hinsicht interessant. Im Ort können die Herzen der Eisenbahnfreunde und speziell die der Freunde von Dampflokomotiven höher schlagen. Die historischen Schmalspurzüge verkehren mehrmals zu Höhepunkten im Jahr auf einer Strecke zwischen Klostermansfeld und Hettstedt. Interessant sind auch die nahegelegenen Lutherstädten in Eisleben sowie der Harz mit seinen vielen Ausflugszielen. Die Vielseitigkeit des kulturellen Lebens des Ortes ist beachtlich und drückt sich in den 17 ansässigen Vereinen aus. Hier können Einwohner wie auch Gäste ihren Interessen nachgehen. Höhepunkt im Jahr ist das Vereins- und Schützenfest am ersten Juliwochenende.