Wir über uns

                                                      

"Ein blauer linker Schrägfluß, begleitet oben von schräggekreuzten schwarzem Schlägel und Eisen unten von einem grünen Laubbaum mit schwarzem Stamm"
Das Wappen der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra vereint die Wappen der Mitgliedsgemeinden. Es beinhaltet traditionelle Gegebenheiten mit landschaftlichen Erscheinungen des betreffenden Gebietes.
Der Fluß symbolisiert die das Gebiet durchlaufenden Bäche, die sich in Richtung Lutherstadt Eisleben zur „Bösen Sieben“ vereinen. Die Linde steht für den Waldreichtum des Territoriums. Die gekreuzten Schlegel und Eisen verkörpern das Berg- und Hüttenwesen, welches hier eine traditionelle Bedeutung besaß und über jahrhunderte die Landschaft entscheidend geprägt hat.

So fing Alles an .......

Am 01. Januar 1993 hat das gemeinsame Verwaltungsamt in Helbra seine Arbeit aufgenommen. Viele Verhandlungen über die Zusammensetzung der Verwaltungsgemeinschaft betreffend der Mitgliedsgemeinden und die Aufnahme der Arbeit wurden schon 1992 geführt. Sie fanden ursprünglich auch mit den Gemeinden der damaligen Verwaltungsgemeinschaft „Klostermansfeld“ statt. Die letzten Entscheidungen wurden von den jeweiligen Gemeinderäten getroffen. Man entschied sich für die Bildung von zwei Verwaltungsgemeinschaften.

Die Verwaltungsgemeinschaft „Mansfelder Grund – Helbra“, bestehend aus den Mitgliedsgemeinden Ahlsdorf, Helbra, Hergisdorf und Wimmelburg, hat am 01. Januar 1993, als erste offiziell bestätigte gemeinschaftliche Verwaltung mehrerer Kommunen des Landkreises Eisleben ihre Arbeit aufgenommen. Mit ca. 11.000 Einwohnern ist sie die größte Verwaltungsgemeinschaft im Mansfelder Land. Mit Gründung der Verwaltungsgemeinschaft nahm auch der Gemeinschaftsausschuss seine Arbeit auf. Die Mitgliedsgemeinden werden im Gemeinschaftsausschuss von den ehrenamtlichen Bürgermeistern und durch weitere gewählte Vertreter der Gemeinderäte vertreten. Bis März 1995 waren die einzelnen Ämter noch dezentral in den vier Gemeinden untergebracht. Für Bürger, die mehrere Probleme an unterschiedlichen Stellen zu klären hatten, war das mit viel Zeitaufwand verbunden.

In Helbra, Verwaltungsgebäude I (Rathaus Helbra), waren das Hauptamt, die Kasse und die Kämmerei eingerichtet, während sich das Ordungsamt und das Bauamt im jetzigen Verwaltungsgebäude (ehemalige Poliklinik) befand. In Ahlsdorf (Gemeindeverwaltung) wurde über Fragen zu Kultur, Sport und Schulen entschieden, und Anliegen an das Sozialamt mussten in Hergisdorf (Gemeindeverwaltung) vorgebracht werden. Die Bereiche Wirtschaftsförderung und Verkehr wurden in Wimmelburg (Gemeindeverwaltung) bearbeitet. Um den Bürgern den großen Zeitaufwand zu ersparen, wurde ein Kurierdienst eingerichtet. Anlaufstellen waren die Gemeindeverwaltungen in den jeweiligen Orten. Ende März 1995 sind dann auch das Amt für Kultur, Sport und Schulen, das Sozialamt und das Amt für Wirtschaftsförderung und Verkehr, nach Helbra in das Verwaltungsgebäude, An der Hütte 1, umgezogen. Somit wurden ideale Arbeitsbedingungen geschaffen und es konnte bürgernah gearbeitet werden.
Am Anfang gab es zwar kritische Stimmen, doch der Vorteil der Effektivität der Verwaltungsarbeit überwog. Die einzelnen Ämter waren nun miteinander vernetzt. Anfragen von Amt zu Amt, eine Menge Schriftverkehr und Fehlinformationen wurden dadurch vermieden und eingeschränkt.

Im Dezember 1993 wurde vom Landtag das Gesetz über die kommunale Gemeinschaftsarbeit beschlossen. Darin ist unter anderem festgelegt, dass die Stelle des Leiters des gemeinsamen Verwaltungsamtes auszuschreiben ist. Er muss gewählt und in ein Beamtenverhältnis auf Zeit (sechs Jahre) berufen werden. Bernd Skrypek bewarb sich um diese Stelle und wurde Leiter des gemeinsamen Verwaltungsamtes der Verwaltungsgemeinschaft „Mansfelder Grund – Helbra“.

Umfangreiche Renovierungsarbeiten waren notwendig, um aus dem Gebäude der ehemaligen Poliklinik das Verwaltungsamt der Verwaltungsgemeinschaft „Mansfelder Grund – Helbra“ werden zu lassen. Alles wurde saniert und behindertengerecht gestaltet. Das Untergeschoss wurde vollständig saniert und ausgebaut.Am 09. September 1995 waren die Einwohner der Verwaltungsgemeinschaft „Mansfelder Grund – Helbra“ zu einem Tag der offenen Tür in das gemeinsame Verwaltungsamt eingeladen. Anliegen war es, die Bürger der Mitgliedsgemeinden mit der nun kompletten Struktur, der Raumaufteilung und der Arbeitsweise der Verwaltung vertraut zu machen. An diesem Tag konnte über alles gesprochen werden, was die Besucher interessierte. Alle Verwaltungsangestellten waren an ihrem Arbeitsplatz und standen für Fragen und Auskünfte aller Art zur Verfügung. An diesem Tag waren auch Gäste der Partnergemeinde Finnentrop anwesend. Die 16 Männer konnten das Verwaltungsamt und die hier Beschäftigten - ihre Berufskollegen - kennenlernen. So kam man leicht von „Kollege zu Kollege“ ins Dienstgespräch, schaute den Amtsleuten über die Schulter und tauschte auch Tips aus.

Die Notwendigkeit, das Verwaltungsmanagement und die inneren Strukturen der Kommunalverwaltung zu reformieren, machte es nötig, das Verhältnis zwischen Rat und Verwaltung und zwischen Gemeinde und Verwaltungsgemeinschaft neu zu definieren und Fachdienste zu bilden. So wurden im „Neuen Steuerungsmodell“ Fachdienste gebildet. Nach mehreren Korrekturen existieren ab 1998 folgende Fachdienste.

  • Fachdienst Allgemeine Verwaltung
  • Fachdienst Finanzen
  • Fachdienst Ordnung und Sicherheit
  • Fachdienst Bauwesen

ab 01.09.2000 zusätzlich

  • Fachdienst Wirtschaft- und Sozialwesen

Dabei übernehmen der Fachdienst Allgemeine Verwaltung, der Fachdienst Finanzen  Aufgaben für alle Dienste als Serviceleistung und die anderen Fachdienste operative Aufgaben.
Die Aufgaben der einzelnen Fachdienste ergeben sich aus dem Aufgabengliederungsplan. Diese Festlegungen sind nicht als endgültig anzusehen, sondern können den Erfordernissen innerhalb der Verwaltung entsprechend geändert werden. Bestimmte Aufgaben können auch nur durch fachübergreifende Arbeitsgruppen gelöst werden. Diese Form der Organisation soll dazu beitragen, die Arbeit der Verwaltung übersichtlicher und bürgernah zu gestalten. Leiter des gemeinsamen Verwaltungsamtes wurde ab Mai 2000 Herr Hans-Joachim Zinke.

Im Zuge der Kommunalgebietsreform des Landes Sachsen-Anhalt, wurden die Kriterien für das Bestehen von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften neu definiert. Dies hatte zur Folge, dass einige bestehende Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nicht mehr allein lebensfähig waren und sich neu orientieren bzw. formieren mussten. Ab dem 01.01.2005 wurden die Nachbargemeinden "Benndorf" und "Bornstedt" und ab dem 16.06.2009 die Nachbargemeinden Blankenheim und Klostermansfeld als neue Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft Mansfelder Grund-Helbra begrüßt.

Mit dem 01.01.2010 wurde aus der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft eine Verbandsgemeinde. Die Fachdienststruktur des gemeinsamen Verwaltungsamtes in Helbra hat sich dadurch nicht verändert obwohl ab diesem Tage die Verwaltung für ca. 17000 Einwohner als Aufgabe zu bewältigen war. Neuer Leiter der Verwaltung ist ab dem 01.01.2010 der Verbandsgemeindebürgermeister Herr Bernd Skrypek.