Mit der Fertigstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes durch das Leipziger Institut für Energie und seinem Projektpartner, dem Büro für urbane Zwischenwelten ist die Verbandsgemeinde auf seinem einmal eingeschlagenen Weg zur Senkung der Energiebilanz auf der Ebene der Verbandsgemeinde wieder einen Schritt weiter.

 

Die Erstellung dieses Integrierten Klimaschutzkonzeptes wurde möglich durch die Unterstützung des Bundesumweltministeriums im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

„Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemission leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen“

Ein Projektteam, welches aus Vertretern der Verwaltung, Kommunalpolitikern, lokalen Akteuren sowie den Auftragnehmern bestand, war zuständig für die Leitung dieses Prozesses. So fanden zwischen Januar und August 2016  Arbeitsbesprechungen und Workshops statt, in denen zahlreiche Multiplikatoren und Fachleute aus Wirtschaft, Verbänden, der Wohnungswirtschaft sowie Bürger und Schüler der Verbandsgemeinde in den Erstellungsprozess integriert werden konnten.

Auf Grundlage von Energieverbrauchsdaten der Jahre 2012 bis 2015 erstellte das Leipziger Institut eine Energiebilanz, aus welcher die entsprechenden CO2-Emissionen abgeleitet wurden. Unter Berücksichtigung demographischer und wirtschaftlicher Prognosen sowie bereits bekannter gesetzlicher Regelungen (etwa zur Energieeffizienz) wurden die Tendenz sinkender Energieverbräuche und damit die Reduzierung der CO2-Emission deutlich.  

Innerhalb des gesamten Prozesses wurde jedoch klar, wie schwer es ist, eine breite Akzeptanz zum Thema Klimaschutz zu erzielen.

Ein wichtiger Punkt in der Liste der geplanten Maßnahmen konnte bereits „abgehakt“ werden. So kann seit Oktober dieses Jahres im Servicebüro des Mehrgenerationshauses in Helbra jeden 2. Dienstag im Monat die Unterstützung eines unabhängigen Energieberaters der Verbraucherzentrale in Anspruch genommen werden.

Die Maßnahmen, welche uns auf diesem Weg weiter voran bringen können und sollen, sind im Integrierten Klimaschutzkonzept beschrieben und können gern nachgelesen werden.

 

Pressemitteilung LENA

Wir machen Energiegewinner.

 

Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH

Olvenstedter Straße 4 I 39108 Magdeburg I www.lena.sachsen-anhalt.de

Pressekontakt: Marko Mühlstein I muehlstein(at)lena-lsa.de I Tel.: 0391-567-2031

 

Pressemitteilung

 

Ministerin Claudia Dalbert: „Gebäude sind wichtige Säule beim Klimaschutz“

Erfolgreiche Bilanz und Handlungsempfehlungen sind verwertbare Ergebnisse des 7. ENERGIEFORUMS Sachsen-Anhalt

Mit knapp 120 Teilnehmern, renommierten Referenten und vielen interessierten Besuchern ging das 7. ENERGIEFORUM der
Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) am Mittwochabend (9.  November 2016) in Halle/Saale erfolgreich zu Ende. Umwelt- und Energieministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert betonte in ihrem Grußwort die Notwendigkeit dieser Veranstaltungsreihe. Damit würden Multiplikatoren und Verbraucher direkt und umfassend informiert, äußerte sie. „Klimaschutz geht uns alle an. Hierbei ist der Einsatz erneuerbaren Energien genauso notwendig wie die Einsparung von Endenergie“, betonte die Ministerin.

Nach den Worten von Ministerin Dalbert werden 54 Prozent der Endenergie als Wärme genutzt. Auch vor diesem Hintergrund sei das Thema des jüngsten ENERGIEFORUMS „Wärmewende – einen schlafenden Riesen wecken“ besonders aktuell, erklärte LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein zur Eröffnung. Die jährliche Sanierungsrate im Gebäudebereich liege in Sachsen-Anhalt bei lediglich 0,8 Prozent*. Bundesweit seien knapp neun Millionen Wohngebäude unzureichend gedämmt.*

Wie können selbst genutzte Wohngebäude energetisch modernisiert werden, ohne dass die Kosten explodieren und gleichzeitig die Energieeinsparziele erreicht werden? – Diese und weitere Aspekte wurden am Mittwoch in der HÄNDEL HALLE vorgestellt und diskutiert.

 Vor allem der „Faktor Mensch“ und seine Motivation sollten bei Sanierungsvorhaben stärker berücksichtigt werden, forderte Tanja Loitz von der CO2online gGmbH. Deutschland müsse bei der Umsetzung der Klimaschutzziele auch Energieversorger verpflichten, entsprechende Effizienzlösungen für die Verbraucher anzubieten. „Dann würden mehr Akteure für einen lebendigeren Markt sorgen“, ist sie überzeugt.

 

Konrad Uebel vom Freiberg-Institut für vernetzte Energieautarkie vertrat die Auffassung, dass die Menschen Energie sparen wollen, ohne dabei auf Komfort zu verzichten. Sogenannte Plus-Energie-Häuser und energieautarke Gebäude würden das Wohnen der

 Zukunft bestimmen, meint er. Doch rechnet sich das alles? – Eberhard Hinz vom IWU Institut Wohnen und Umwelt GmbH sagt: Nicht um jeden Preis. Er warnte vor versteckten Kosten und riet dazu, alles in Ruhe berechnen zu lassen – von unabhängigen Beratern.

 „Energiesparen muss sexy werden“, meint Clemens Westermann von der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt. Das müsse sich ändern, unter anderem durch bessere politische Rahmenbedingungen. Energieberater sollten „Berater für Wohnkomfort“ heißen – war eine der Ideen, die während der Podiumsdiskussion entstanden. Auch ein Gütesiegel für energetisch sanierten Wohnraum könnte unter um Umständen für mehr Motivation sorgen“, findet Marko Mühlstein. Ähnlich wie die „grüne Hausnummer“ in Niedersachsen. Bei Expertenberatungen in der vielfältigen Ausstellung nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich zu informieren und ins Gespräch zu kommen.

 

Besonderer Dank gilt den Kooperationspartnern des ENERGIEFORUMS Sachsen-Anhalt, der Handwerkskammer Halle, der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V., der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt und dem Fachverband Sanitär Heizung Klima. Alle Kooperationspartner haben auch mit Infoständen den "Energiemarktplatz“ des Forums bereichert. Die Veranstaltung wurde klimaneutral gestellt durch die KlimaManufaktur GmbH.**

 Magdeburg, 10.11.2016

 Mehr Informationen: www.lena.sachsen-anhalt.de

 

Für Rückfragen rufen Sie gern an:

Dipl.-Ing. Ulrike Nestmann, Fachbereichsleiterin Verbraucher bei der LENA

Tel.: 0391 567 2041, E-Mail: Nestmann@lena-lsa.de

*Quelle: Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

***Klimaneutralität im Eventbereich bedeutet, dass alle Emissionen, die nicht im Vorhinein vermieden oder reduziert werden können, durch den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten für Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.

 

 

20.10.16

Beratrungstermine im Mehrgenerationenhaus

Klimapolitik der Verbandsgemeinde

Die Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra hat sich das Ziel gestellt, bis zum Jahr 2025 maßgeblich zur Senkung der Energiebilanz beizutragen. Angestrebt wird hierbei eine Senkung von 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012.

In einem ersten Schritt wurden hierzu mit Hilfe von Fördermitteln des Landes und des Zukunftsfonds des Landkreises der energetische Ist-Zustand der Straßenbeleuchtung und verschiedener kommunaler Einrichtungen erfasst und Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet.

Im nächsten Schritt soll ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellt werden. Hierfür wurden von Bund, Land und Zukunftsfonds ebenfalls Fördermittel zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung soll hier bis August 2016 abgeschlossen sein.

Im nachfolgenden finden sie die Veröffentlichungen der Verbandsgemeinde rund um das Thema Klima.

Hinweise für Bauherren

Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt hat in einer ansprechenden Zusammenstellung einen Leitfaden für energieeffizientes Bauen und Sparen zusammengestellt. Diese kann unter folgendem Link direk von der LENA website geladen werden.